Unsere Eindrücke zum 3DS XL

16 Jul

Lange ist es nicht mehr hin, dann steht nicht das Christkind, sondern der 3DS XL vor der Tür.
Dank Nintendo konnten wir den großen Bruder des 3DS bereits genau unter die Lupe nehmen.

Zunächst fällt auf, dass die grüne 3D Leuchtanzeige nicht mehr existiert. Beim 3D Regler merkte ich eine etwas höhere Empfindlichkeit, was es einfacher macht zwischen den 3D Stufen zu variieren. Soll der 3D Effekt ganz abgeschaltet werden, muss ein kleiner Widerstand überwinden zu werden, quasi eine Art Erinnerung daran, dass man jetzt wirklich auf 2D umstellt.

Wie ihr an den folgenden Bildern erkennen könnt, ist der 3DS XL im geschlossenen Zustand nicht wirklich höher als die erste Version. Die Maße 156 mm x 93 mm und eine Höhe von 22 mm unterscheiden sich also nicht zu sehr.

Das XL liegt nicht an den minimal größeren Maßen des Handhelds an sich, sondern, wie ihr sicher wisst, am Bildschirm. Der obere Bildschirm ist etwa 90% größer, wie man hier deutlich erkennen kann:

Die Auflösung von beiden Geräten ist mit 800 x 240 Pixel identisch. Dennoch gelang es Nintendo so an den Bildern zu feilen, dass die Bildqualität fast genauso gut auf dem 3DS XL ist. Die Pixel sind zum Teil zwar deutlicher zu erkennen, dennoch ist das Ergebnis überraschend positiv.
Fotos werden weiterhin mit einer Auflösung von 630 x 240 Pixeln erstellt.

An diesem Vergleichsbild sind auch die verschiedenen Materialbeschaffenheiten zu erkennen.
Während der 3DS mit einer Glanzoptik versehen ist, besticht der 3DS XL dagegen mit robustem Kunststoff – ähnlich wie der DSi XL. Für manche mag das nicht ganz so hochwertig wirken, da es nicht glänzt und spiegelt, ich persönlich bin sehr glücklich darüber, dass Fingerabdrücke auf dem 3DS XL so gut wie kein Thema mehr sind.
Darüber hinaus begünstigt die quasi Entspiegelung des Materials auch den 3D Effekt bei Spielen. Die Bildschirme an sich sind aber nicht entspiegelt und nach wie vor Partikelmagneten.
Der 3D Effekt weiß nach wie vor zu begeistern. Qualitativ habe ich da aber keine wirklichen Unterschiede feststellen können.

Der größere Bildschirm lässt einen doch gleich viel mehr Videos auf dem Handheld genießen. Die Batteriebetriebszeit ist nun etwas höher. Bei 3DS-Software ungefähr 3,5 – 6,5 Stunden, bei DS-Software ungefähr 6 – 10 Stunden. Ein Netzteil ist im Lieferumfang allerdings nicht enthalten, sondern muss separat erworben werden, sofern ihr kein Netzteil vom 3DS besitzt.
Immerhin gibt es eine 4GB große SD Karte dazu. Die wird für Titel wie „New Super Mario Bros. 2“ oder „Luigi’s Mansion 2“, die eben auch im eShop erhältlich sein werden, nötig sein.
Aufgrund der vielen günstigen Angebote bzgl. SD Karten hätte die 2GB Karte ihren Zweck aber auch erfüllt.

Der 3DS XL hat seine Abwärtskompatibilität nicht verloren. Ähnlich wie beim DSi XL werden die entsprechenden Titel aber etwas gröber dargestellt als im Original.
Hier sind auch die veränderten Lautsprecher zu erkennen. Soweit ich es beurteilen kann, klingt der Sound beim 3DS XL etwas besser beim 3DS.

Anders als beim kleinen Bruder befindet sich der Touchpen nun an der Seite und ist beim Spielen besser zu erreichen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht mehr um einen Teleskop Stylus, also ist die Größe nicht mehr verstellbar.

Ist der 3DS XL nun eine große Verbesserung im Vergleich zum 3DS?
Das bleibt Ansichtssache.
Dass das zweite Schiebepad wieder nicht eingebaut wurde, ist äußerst schade. Spiele wie „Kid Icarus: Uprising“ oder „Luigi’s Mansion 2“ würden definitv von dem Zusatz profitieren. Das Schiebepad Pro findet ja leider bisher nur bei anderen Entwicklern, vor allem Capcom, Anklang.

Das ein wenig schlechtere Bild mag auch manche Leute abschrecken. Bedenkt man allerdings, dass der Bildschirm dafür fast doppelt so groß ist, ist es meiner Meinung nach mehr als hinnehmbar. Für groß gewachsene Personen wie mich bietet das größere Gerät auch etwas mehr Komfort. Wer noch keinen 3DS besitzt und derzeit einen Kauf überlegt, dem würde ich tatsächlich zur XL Version raten. Ja, er mag nicht ebenso hochwertig aussehen, was an dem robusten Plastik und der fehlenden Hochglanzoptik liegt. Dennoch bietet er ein größeres und auch dadurch vielleicht besseres 3D(S)-Erlebnis. Die geringfügig höhere Betriebszeit ist dabei natürlich auch ein kleiner Bonus.

Dass man ihn sich nicht unbedingt in die Hosentasche stecken kann, sollte in Zeiten von E-Book-Readern und Tablets kein echtes Gegenargument sein.

Wenn ihr bereits einen 3DS besitzt und euch den 3DS XL anschaffen wollen, könnt ihr natürlich auch die Daten übertragen, wie das Handbuch und dieses Video zeigen:

Der Nintendo 3DS XL ist ab dem 28. Juli 2012 in den Farben „Rot+Schwarz“, „Silber+Schwarz“ und „Blau+Schwarz“ erhältlich.

2 Kommentare zu “Unsere Eindrücke zum 3DS XL”

  1. Ani-Ki 17. Jul, 2012 at 07:55 #

    Hey, cooler Bericht!

    Mal ne Frage, werden die Speicherstände der DSi Ware und 3DS Download Spiele auch komplett mit kopiert oder gehen sie komplett verloren?
    Und wird auch die komplette Mii-Lobby kopiert?

    Greetz, Ani-Ki

    • Felix 17. Jul, 2012 at 17:44 #

      Hallo Ani-Ki,

      es wird absolut alles übertragen. Sogar dein Verlauf und deine eingegeben Passwörter im Webbrowser.
      Zumindest sofern du den kompletten Datentransfer (wie im Video dargestellt) durchführst und nicht gerade eine höhere Macht dazwischen funkt ;)

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